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March 21, 2010

the ultimate frenchman

Ich bin in Paris-Fieber, die Entscheidung ist gefallen und ich sitze gerade im Cafe der Provinz, also wird es hier heute um französische Männer gehen (und nicht um die österreischen, die mich zu meinem Geburtstag bewusst und unbewusst(!) beglückt haben). Natürlich ist alles mit clichéhaften Vorstellungen beladen. Genauso wie in Österreich nicht alle Männer zuerst ihr Hemd und ihre Hose ausziehen und zusammenfalten (aber manche!), bevor sie mit einer Frau ins Bett steigen (so habe ich ernsthaft in einer türkischen Frauenzeitschrift einmal gelesen mit 18), genausowenig warten die französischen Männer alle darauf, mich jeden Sonntag Morgen mit ofenfrischen Croissants im Bett zu verwöhnen (aber manche!).

Es waren jedoch gar keine schlechten Erfahrungen, die ich mal mit dem jungen Sprachschüler Jean-Martin aus der französischen Schweiz und Francis aus Belgien machte. Dann kamen die Südfrankreich-Tage und alle meine Erwartungen wurden übertroffen. 4 Tage in Montpellier und Avignon reichten um eine private Tour über zwei Tage von Desire zu bekommen (inklusive eines Bades im Gard); für sehr aufregende Stunden mit Nicolas im und am Meer, am Sandstrand; für heimliche Küsse mit, mit - oh, seinen Namen habe ich nie erfahren - im oberen dunklen Stockwerk in dieser einen Bar in der Stadt...

Wie ich meine, werden französische Männer im Allgemeinen den clichés gerecht und die Pariser werden auch ihr Bestes geben, wenn ich einmal dort erscheine. Es muss ja nicht immer Croissant sein. Baguette geht auch.

February 25, 2010

der dritte mann

Der dritte Mann, den ich an dem Abend geküsst habe, das kann nicht er gewesen sein. Nein. Denn, gut, wir waren alle betrunken, denn Whisky floss in Strömen und unentgeltlich. Es war auch 03:30 in der Früh. Aber...

Es ist jetzt auch eine Weile her:
Ich kannte ihn nicht. Wie ich auf den zweiten Mann (den ich gar nicht hätte küssen dürfen, aber dazu später einmal) wartete, sodass wir endlich aus dieser Gala verschwinden konnten, da sah ich ihn mich mit seinen schönen grünblauen Augen anstarren - offensichtlich nicht weniger betrunken wie ich. Ich ging auf ihn zu, und setzte meine Lippen auf seine. Es war in dem Moment das Selbstverständlichste auf der Welt. Wie der zweite Mann kam, fand er uns ineinander verschlungen vor, und aber blieb cool. Wir küssten uns zu Ende und trennten uns. Auf dem Weg zur Tür, nach einer halben Minute, da klopfte wer auf meine Schulter und wie ich mich umdrehte, setzte diesmal er mir einen Kuss auf die Lippen, der dritte Mann. Das war auch das letzte Mal, das wir uns sahen.

Meine Einbildung in den Tagen danach ließ mich überzeugt davon, dass ich ihn doch kannte. Und zwar von diesem einen Lokal, wo ich früher öfter hingegangen bin, und gestern wieder mal nach langer Zeit. Da war er, der mutmaßliche dritte Mann, aber, nein, er kann es nicht gewesen sein. Diesereiner hat mich zwar angeschaut, angelächelt, aber, nein... Er war es nicht. Oder?